1. Schritt: Inhalt vor Design
Bevor man sich daran
macht, technisch ausgeklügelte und optisch ansprechende Designs für
Webseiten, Faltblätter etc. zu entwerfen, muss zunächst die
Werbebotschaft inhaltlich vollständig und in klar strukturierter
Form stehen. Erst dann kann ein Design entworfen werden, das zur
Aussage (z.B. zum Produkt oder zum Firmenimage) passt.
Es ist
sehr wichtig, diese Reihenfolge strikt einzuhalten. Ansonsten
besteht die Gefahr von „inkongruenten Aussagen“, bei denen die
graphische Darstellung nicht vollständig oder gar nicht der
Textaussage entspricht. Die Botschaft wird dann nicht durch das
Design unterstützt, sondern eher verschleiert.
Logische
Brüche
und ungewollte Redundanzen führen beim Empfänger der
Botschaft zu Verwirrung oder Überforderung und beim Werbenden oft zu
kostspieligen nachträglichen Korrekturen. Aus diesem Grund sollten
auch Design-Fertiglösungen, in die der eigentliche Inhalt dann „nur
noch“ eingetragen wird, unbedingt vermieden werden. |
Professionelles
Design beginnt mit dem Zusammentragen, Auswählen, Gliedern und
Ausformulieren von Inhalten. Die Inhalte werden dabei (z.B. in
Interviews) vom „Fachmann“ geliefert, also von demjenigen, der sich
mit dem Produkt und seinen Vorzügen am besten auskennt.
Die Aufbereitung der
Inhalte erfolgt optimalerweise unter Berücksichtigung gedächtnis-
und wahrnehmungs-psychologischer Lese-Aspekte. Wichtige Kriterien
sind, neben fehlerfreier Sprache, vor allem Verständlichkeit,
Zusammenhang und Übersichtlichkeit. Dabei liegt der Fokus immer auf
der Zielgruppe und ihren (Vor-) Kenntnissen.
Beim Web-Design
kommt hinzu, dass mit Ebenen-Verlinkungen (absteigend von Haupt- zu
Detailinformation) gearbeitet wird (s.
Schematheorie) und eine klare Inhaltskategorisierung
besonders wichtig ist. Im Internet gilt zudem immer: Weniger ist
mehr, und kürzer ist klarer.
2. Schritt:
Graphisches Design
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